Naturfarbe magenta aus Hibiskus
Tiefes Magenta aus den getrockneten Blüten des Tees.
Die getrockneten Blüten geben ein tiefes, leuchtendes Magenta.
Hibiskus färbt schon den Tee in leuchtendes Rotviolett, kein Wunder also, dass er auch als Naturfarbe glänzt. Aus den getrockneten Blüten entsteht ein tiefes, sattes Magenta, das mit einem Spritzer Säure oder Lauge sogar die Farbe wechselt.
Die Quelle
Der Hibiskus (Hibiscus sabdariffa) trägt seinen Farbstoff in den getrockneten Kelchblättern. Darin stecken reichlich Anthocyane, kräftige rotviolette Pigmente.
Für die Farbe nimmt man getrocknete Hibiskusblüten, wie sie auch im Früchtetee stecken. Sie sind das ganze Jahr über erhältlich und besonders ergiebig.
Als Naturfarbe ist Hibiskusmagenta herrlich intensiv, aber wie alle Anthocyane lichtempfindlich. Im Schatten bleibt es am längsten leuchtend.
Zutaten
- 2 Handvoll getrocknete Hibiskusblüten (oder Hibiskustee)
- 500 ml Wasser
- 1 TL Alaun oder Essig (als Fixiermittel)
- Optional: Natron (verschiebt das Magenta ins Blauviolett)
So geht's
- 1Die getrockneten Hibiskusblüten in einen Topf geben und mit dem Wasser bedecken.
- 2Aufkochen und 30 bis 40 Minuten köcheln lassen, bis das Wasser tief magenta ist.
- 3Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
- 4Durch ein feines Sieb oder Tuch abseihen, sodass nur die Farbe bleibt.
- 5Alaun oder Essig einrühren. Das fixiert die Farbe und vertieft das Magenta.
- 6In ein Fläschchen füllen und kühl und dunkel lagern. Haltbarkeit etwa 1 bis 2 Wochen.
Frisch oder getrocknet
Auch frische Hibiskusblüten liefern Farbe, allerdings mit ein paar Unterschieden zur getrockneten Variante.
Da frische Blüten noch viel Wasser enthalten, ist der Farbstoff weniger konzentriert. Man braucht also deutlich mehr Blütenmasse und etwas mehr Geduld beim Köcheln, damit die Zellwände aufbrechen und die Anthocyane austreten.
Dafür wirkt der Farbton oft eine Nuance frischer und heller, während getrocknete Blüten durch die leichte Oxidation beim Trocknen ein satteres, dunkleres Magenta ergeben.
Frische Blüten aus dem eigenen Garten sind also ein schönes Experiment, für die verlässliche Ergiebigkeit und Vorratshaltung bleiben getrocknete Blüten aber die praktischere Wahl.
Ergebnis
Das Ergebnis ist ein tiefes, leuchtendes Magenta mit violettem Schimmer. Frisch aufgetragen strahlt es kräftig, beim Trocknen wird es etwas ruhiger.
Mit einer Prise Natron wandert die Farbe ins Blauviolett, mit Essig ins leuchtende Pink. Hibiskus ist damit ein kleines Farblabor für sich.
Inspiration
- Male exotische Blüten, Abendhimmel oder dramatische Muster mit Hibiskusmagenta.
- Kombiniere das Magenta mit dem Blaugrau der Schwarzen Bohne für einen edlen Kontrast.
- Mache ein Farbexperiment: Tropfe Essig und Natron auf das frische Magenta und beobachte den Farbwechsel.
- Schön für Kinder: Aus einem Teebeutel wird leuchtende Farbe, ganz ohne Aufwand.
Welches Magenta bringt dein Hibiskus?
Koche dein eigenes Hibiskusmagenta und zeig uns dein Ergebnis. Wir freuen uns auf deine Hibiskus-Kunstwerke.
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